Der systemische Ansatz

Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise,
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.

Ich habe sehr früh in der Ausbildung zur systemischen Beraterin gelernt, das systemisches Arbeiten weniger eine weitere Therapieform neben den sozialrechtlich anerkannten Richtlinienverfahren (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische, und psychoanalytische Therapie) darstellt, sondern vielmehr eine Haltung dem Klienten gegenüber ist. Als Beraterin nehme ich die Beobachterrolle ein und stelle Ihnen mein systemisches Fachwissen zur Verfügung. Ich erteile keine Handlungsratschläge, sondern gebe Impulse und unterstütze Sie im Lösungsprozess - denn Sie sind der Experte Ihres Lebens und tragen die Lösung bereits in sich.

Der systemische Ansatz hat sich in und aus verschiedenen Familientherapieeinrichtungen entwickelt und folgt einer konstruktivitischen Sichtweise. Das heißt, dass die individuell erlebte Wirklichkeit kein passives Abbild der Realität ist, sondern unsere gemachten Erfahrungen zur ihrer Interpretation dienen. In der Behandlung betrachte ich zudem nicht den Menschen als isoliertes Individuum, sondern als Teil eines oder mehrerer Systeme, wie z.B. die Familie, die Partnerschaft, das Arbeitsumfeld etc. Psychische Störungen werden hier nicht als Eigenschaft eines einzelnen Systemmitglieds, sondern als "interaktionell" zwischen Klient*in und Umwelt betrachtet.